Nur ein Anwalt?

Es ist ein allgemeiner Irrtum, dass sich beide Ehepartener einen gemeinsamen Anwalt nehmen könnten.

Vielmehr verhält es sich so, dass aus Kostengründen vielfach nur einer der Ehepartner sich eines Anwalts bedient, was häufig dann vorkommt, wenn die Scheidung vermeintlich "einvernhemlich" verläuft.

Allerdings darf der Anwalt nur seinen Mandanten beraten und Auskünfte erteilen, der andere Partner ist im Ehescheidungs-verfahren ohne Vertretung, was Nachteile haben kann.

 

Verfahrenskostenhilfe

Die Verfahrenskostenhilfe kommt immer bei beengten finanziellen Verhältnissen in Betracht, wir beraten Sie hierzu gerne und prüfen im Vorfeld des Scheidungs-verfahrens, ob Verfahrenskostenhilfe für Sie in Betracht kommt.

 

Das Sorgerecht

betrifft das Recht, wesentliche Entscheidungen für das Kind treffen zu können.

Steht das Sorgerecht beiden Eltern gemeinsam zu, so ergeben sich im Zusammenhang mit Trennung und Scheidung oftmals Probleme, so z. B. bei der Schulanmeldung, bei der Beantragung von Personaldokumenten (Ausweis/Reisepass) für das Kind, bei beabsichtigten Auslandsaufenthalten des Kindes, etc.

Es kommt in Fällen der Trennung/Scheidung dabei nicht selten vor, dass angebliche, das Kindeswohl beeinträchtigende Unterlassungen/Handlungen behauptet werden, um die Übertragung des Sorgerechts auf einen Elternteil allein zu erreichen.

Vielfach kommt es aber auch zu derart schwerwiegenden Beeinträchtigungen des Kindeswohls, dass das Familiengericht sich genötigt sieht, eine Sorgerechtsentscheidung zu fällen.

In all diesen Fällen (egal, ob man sich gegen eine beantragte Sorgerechtsübertragung wehren möchte, oder eine solche selbst begehrt) ist es wichtig, die Kriterien der Familiengerichte für eine solche Übertragung zu kennen, um wirksam vortragen zu können.

Wir beraten Sie hierzu gerne und vertreten Sie selbstverständlich auch in entsprechenden gerichtlichen Verfahren.

Dabei muss am Ende nicht immer die vollständige Entziehung/Übertragung des Sorgerechts stehen, denn in diesem Bereich gibt es Facetten, die es um das Kindeswohl Willen auszuschöpfen gilt. So kommt z. B. auch nur die Übertragung z. B. des Aufenthaltsbestimmungsrechts oder der Vermögenssorge in Betracht, wenn dieses aus Kindeswohlgründen ausreichend ist.