Nur ein Anwalt?

Es ist ein allgemeiner Irrtum, dass sich beide Ehepartener einen gemeinsamen Anwalt nehmen könnten.

Vielmehr verhält es sich so, dass aus Kostengründen vielfach nur einer der Ehepartner sich eines Anwalts bedient, was häufig dann vorkommt, wenn die Scheidung vermeintlich "einvernhemlich" verläuft.

Allerdings darf der Anwalt nur seinen Mandanten beraten und Auskünfte erteilen, der andere Partner ist im Ehescheidungs-verfahren ohne Vertretung, was Nachteile haben kann.

 

Verfahrenskostenhilfe

Die Verfahrenskostenhilfe kommt immer bei beengten finanziellen Verhältnissen in Betracht, wir beraten Sie hierzu gerne und prüfen im Vorfeld des Scheidungs-verfahrens, ob Verfahrenskostenhilfe für Sie in Betracht kommt.

 

Die Berechnung des Kindesunterhalts


richtet sich im Wesentlichen nach der Düsseldorfer Tabelle, damit allein ist es jedoch in den meisten Fällen nicht getan.


Wir bieten die rechtssichere Unterhaltsberechnungen und Unterhaltsüberprüfungen in durchschnittlich gelagerten Fällen zu einem Pauschalpreis von 70,00 € brutto an.


Sollte die Unterhaltsberechnung aufgrund besonderer Umstände einmal das übliche Maß übersteigen, werden wir Sie vorab über etwaige Mehrkosten unterrichten. Sofern Sie sich sodann gegen eine Ausarbeitung der Unterhaltsberechnung entscheiden sollten, werden Ihnen selbstverständlich keine Kosten in Rechnung gestellt.


Sie erhalten eine vollständig ausgearbeitete Unterhaltsberechnung , die die lokalen Vorgaben der jeweiligen Oberlandesgerichte berücksichtigt, zur freien Verwendung.


Selbstverständlich übernehmen wir auch gerne die außergerichtliche, aber auch gerichtliche Geltendmachung der Unterhaltsansprüche für Sie und Ihre Kinder oder wehren überhöhte Unterhaltsforderungen für Sie ab.


Die Kosten der außergerichtlichen und gerichtlichen Tätigkeit richten sich nach dem RVG und dem konkreten Gegenstandswert der Sache.


Warum eine professionelle Unterhaltsberechnung Sinn macht stellen wir im Folgenden näher dar.


Genau wie im Fall des Ehegattenunterhalts ist die Kenntnis des  unterhaltsrechtlich relevanten Einkommens des Unterhaltspflichtigen, aber auch das des betreuenden Elternteils notwendig.
Zudem ist bei der Unterhaltsberechnung auch die Kenntnis der Richtlinien der Gerichte zur Unterhaltsberechnung  (sog. Leitlinien) notwendig.


Die Düsseldorfer Tabelle hat keine Gesetzeskraft, sondern dient als „Richtschnur“ und Grundlage. Die konkrete Anwendung nimmt jedes Gericht für sich vor und die „Leitlinien“ der Oberlandesgerichte, die u. a. die Anwendung der Düsseldorfer Tabelle  konkretisieren, weichen in Einzelheiten voneinander ab.


Auch ist bei der Anwendung der Düsseldorfer Tabelle zu berücksichtigen, dass die dort ausgewiesenen Beträge zum einen nicht zwingend die tatsächlich von dem Unterhaltspflichtigen zu überweisenden Beträge sind, da die Kindergelverrechnung dort noch nicht berücksichtigt ist (s. hierzu Kindergeldabzugstabelle), zum anderen ist die Düsseldorfer Tabelle aber auch auf den Fall zugeschnitten, dass der Unterhaltspflichtige gegenüber zwei Unterhaltsberechtigten verpflichtet ist.


Ist dieses im konkreten Fall anders, so sind Auf- und Abstufungen innerhalb der Düsseldorfer Tabelle ggf. angezeigt.


Ein einfaches Beispiel soll die Fehleranfälligkeit bei nicht ordnungsgemäßer Anwendung der Düsseldorfer Tabelle verdeutlichen:


Beispiel:
M hat ein aus seiner letzten Lohnbescheinigung ersichtliches Nettoeinkommen i. H. v. 1.900,00 €, seine geschiedene Ehefrau F ist nicht unterhaltsberechtigt, für Kind K (14 Jahre) - das bei F lebt - wird Unterhalt begehrt, das Kindergeld i. H. v. 184,00 € erhält F.
Bei direkter Anwendung der Düsseldorfer Tabelle ohne Beachtung der dieser zugrunde liegenden Verhältnisse würde sich ein zu zahlender Betrag i. H. v.  448,00 € wie folgt ergeben:

Tatsächlich errechnet sich aber ein zu zahlender Betrag i. H. v. 377,00 € wie folgt:

Dieses einfache Beispiel zeigt die Fehleranfälligkeit der Anwendung der Düsseldorfer Tabelle auf, wobei in schwierigeren Fällen die Berechnung des Kindesunterhalts für den Laien so gut wie unmöglich ist, zumal regionale Unterschiede der Rechtsprechung zu berücksichtigen sind.
Insbesondere bei der sog. „Patchwork-Familie“ und bei einer Vielzahl Unterhaltsberechtigter die im Rang (§ 1609 BGB) nicht gleich stehen, umfasst eine korrekte Unterhaltsberechnung derart viele Faktoren, dass sich diese über mehrere DIN A4 Seiten erstreckt.